Anschlagsserie in südafghanischer Stadt Kandahar

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Bei einer Serie von Selbstmord-Anschlägen in der südafghanischen Stadt Kandahar sind rund 30 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Nach Angaben eines Polizei-Offiziers wurden am Samstagabend nahezu zeitgleich insgesamt fünf Anschläge in der Taliban-Hochburg verübt. Die Täter seien mit Mopeds oder mit Fahrrädern gekommen.
Aktuellen Erkenntnissen zufolge seien mindestens 27 Menschen getötet und 52 weitere verletzt worden, sagte der Chef der Gesundheitsbehörden von Kandahar, Abdul Kajoom Pukhla. Ein Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation sprach von mehr als 30 Toten. Bei den Opfern handle es sich sowohl um Polizisten als auch um Zivilisten, sagte Pukhla. Alle Ärzte und Sanitäter seien zum Dienst einberufen worden, die Bevölkerung wurde im Fernsehen zu Blutspenden aufgerufen. Ein AFP-Reporter berichtete aus Kandahar, dass die Explosionen nahezu die ganze Stadt erschütterten.
"Es gab fünf Selbstmord-Anschläge mit Mopeds und Fahrrädern", sagte ein Polizei-Offizier im Provinz-Hauptquartier. Einer der Anschläge sei in der Nähe des Provinz-Gefängnisses verübt worden, in dem zahlreiche Taliban-Kämpfer inhaftiert sind. Zudem sprengte sich den Angaben zufolge ein Attentäter in der Nähe der Roten Moschee in die Luft. Nicht weit von der Moschee wohnt auch der Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, Wali Karzai. Er ist gewählter Präsident des Provinzrates von Kandahar.
Laut der britischen BBC übernahmen die Taliban die Verantwortung für die Anschlagsserie. Die radikalislamischen Kämpfer haben in Kandahar eine ihrer Hochburgen. Die US-Truppen in Afghanistan, die derzeit gerade massiv verstärkt werden, wollen offenbar noch in diesem Jahr Kandahar angreifen.













