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Zuletzt aktualisiert: 08.03.2010 um 14:44 UhrKommentare

Debatte um Lohnunterschiede prägt Frauentag

Foto © APA

Der heutige Montag steht im Zeichen des Internationalen Frauentags. Dabei wird auf das Menschenrecht der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen aufmerksam gemacht. Haupt-Forderungen sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder die soziale Sicherung von Frauen. In Wien gibt es u.a. eine Diskussionsrunde im Parlament mit den Frauensprecherinnen aller Nationalrats-Parteien.

In Österreich waren im Vorfeld des Frauentags die Einkommensunterschiede von über 25 Prozent zwischen Männern und Frauen ein großes Thema. Frauenministerin Heinisch-Hosek pocht diesbezüglich auf die Gehaltstransparenz. Sie fordert eine verpflichtende Offenlegung der Durchschnittsgehälter in den Betrieben: "Die Fakten zu den Einkommensunterschieden in einem Betrieb gehören auf den Tisch gelegt", so die Ressortchefin.

Die Bundesleiterin der ÖVP-Frauen, Maria Rauch-Kallat, bezeichnete es am Montag als eine "Schande" für die Gesellschaft, dass Frauen im 21. Jahrhundert noch immer um Gleichberechtigung kämpfen müssen. In der Diskussion um die Einkommenstransparenz plädierte die ehemalige Frauenministerin dafür, auch bereits laut Arbeitsverfassungsgesetz bestehende Möglichkeiten zu nutzen.

Die Grünen vergaben indessen eine "Giftgrüne Brennessel" für den frauenfeindlichsten Sager, und zwar an den burgenländischen Landtagspräsidenten Walter Prior. Er hatte sich im Jänner 2009 äußerst abfällig zu der von den Grünen stets eingeforderten Frauenquote in der Politik geäußert.

Aus einem Bericht der EU-Kommission geht unterdessen hervor, dass die Beseitigung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern die Wirtschaftsleistung in der EU um durchschnittlich 27 Prozent steigern könnte. Österreich könnte sein BIP um 32 Prozent steigern, heißt es darin.

In Russland sagte Regierungschef Putin, er wolle mehr für die Gleichberechtigung von Frauen tun. Es gebe auf diesem Gebiet noch "viel, viel zu tun", sagte Putin am Montag in einer kurzen Fernsehansprache zum Weltfrauentag, der in Russland ein Feiertag ist.

Quelle: APA

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