Massenprotest gegen Abtreibungsgesetz in Spanien

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Am Sonntag haben in der spanischen Hauptstadt Madrid zigtausende Menschen gegen das neue spanische Abtreibungsgesetz protestiert. Rund 270 christlich-konservative "Pro-Leben-Organisationen" riefen zum Protestmarsch gegen das neue Abtreibungsgesetz auf, welches die bisher restriktive Indikationsregelung bei Schwangerschaftsabbrüchen in Spanien durch eine liberale Fristenlösung ersetzt.
Auch Oppositionspolitiker von der konservativen Volkspartei (PP) nahmen an den Protesten teil. Unter dem Motto "Spanien, Ja zum Leben. In einer Demokratie hört man dem Volk zu" forderten die Demonstranten die sofortige Rücknahme des Gesetzes, das bereits am 5. Juli in Kraft treten wird, und wiesen dabei auf den angeblich großen Widerstand innerhalb der spanischen Bevölkerung gegen die von der sozialistischen Regierung (PSOE) vorangetriebene Gesetzesreform hin. Während die Neuerung, die minderjährigen Mädchen ab 16 Jahren erlaubt, ohne Einverständnis ihrer Eltern abtreiben lassen zu können, tatsächlich auf große Ablehnung innerhalb der spanischen Bevölkerung stieß, wird die Gesetzesreform im Allgemeinen allerdings von einer großen Mehrheit unterstützt.
Nach dem bisher geltenden Recht waren Abtreibungen in Spanien verboten und nur unter sehr strikten Voraussetzungen erlaubt. Zukünftig sind Abtreibungen in Spanien jetzt aber bis zur 14. Schwangerschaftswoche legal. Voraussetzung ist lediglich eine schriftliche Beratung in einem Gesundheitszentrum. Bis zur 22. Woche wird eine Abtreibung im Falle schwerer gesundheitlicher Risiken für die Mutter oder von Missbildungen des Kindes möglich sein. Lässt eine Frau außerhalb dieses Rahmens abtreiben, droht ihr in Spanien allerdings keine Gefängnisstrafe mehr, sondern nur noch ein Bußgeld.












