Spindelegger sagt 6 Mio. für Auschwitz-Stiftung zu
Österreich leistet einen Beitrag in Höhe von sechs Millionen Euro zur Auschwitz-Birkenau-Stiftung. Damit soll das ehemalige Konzentrationslager als Gedenkstätte erhalten werden. Diese Botschaft überbrachte Außenminister Spindelegger am Mittwoch seinem polnischen Amtskollegen Sikorski nun offiziell. "Diese Verpflichtung kommt aus unserer Geschichte", betonte Spindelegger.
Um die Sanierung der vom Verfall bedrohten Gedenkstätte Auschwitz zu ermöglichen, ist im Jahr 2008 eine Stiftung ins Leben gerufen worden. Ihr Ziel ist die Schaffung eines Fonds in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro. Deutschland wird der Internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau die Hälfte davon zur Verfügung stellen.
Es war der erste offizielle Besuch eines österreichischen Außenministers in Warschau seit dem EU-Beitritt Polens im Mai 2004. Die beiden Minister kannten sich aber bereits von Treffen auf EU-Ebene. "Die Kooperation der beiden Länder ist sehr gut", erklärte Spindelegger.
Ferner sprachen Spindelegger und Sikorski über das EU-Programm "Östlich Partnerschaft" für Anrainer-Staaten wie die Ukraine und Weißrussland, zumal "Polen auf diesem Gebiet eine spezielle Erfahrung hat", wie Spindelegger bemerkte. Allerdings wollte keiner der beiden auf die aktuelle Lage in der Ukraine eingehen. Ministerpräsidentin Timoschenko muss nach einer verlorenen Vertrauensabstimmung im Parlament vom heutigen Mittwoch zurücktreten.
Sikorski wiederum strich die Expertise Österreichs bezüglich des Westbalkan, der Republik Moldawien und dem Donau-Raum hervor. Spindelegger bekräftigte, dass Österreich das Jahr 2010 speziell dafür nutzen wolle, die Staaten des Westbalkan an die Europäische Union heranzuführen. Auch das Thema Energiesicherheit war ein wichtiger Gesprächspunkt in Warschau.













