Telekom und Vodafone löschen Vorratsdaten

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Einen Tag nach dem Urteil zur Vorratsdatenspeicherung haben die deutschen Telekommunikationskonzerne mit der Löschung der riesigen Datenmengen begonnen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte am Mittwoch: "Wir haben den Prozess gestartet." Insgesamt müssten allein beim größten deutschen Telekommunikationskonzern 19 Terabyte an Daten vernichtet werden. Das entspricht 4,85 Milliarden A4-Seiten.
Auch Vodafone berichtete, man habe bereits in der Nacht mit der Löschung begonnen. Es werde so gelöscht, dass die Daten nicht mehr wiederherstellbar seien, betonten beide Unternehmen. Dies werde aber mit Sicherheit mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Unterdessen bahnt sich in der schwarz-gelben Koalition ein Koalitionskrach über die Frage an, ob und wann ein neues Gesetz zur Datenspeicherung vorgelegt wird. Führende Unionspolitiker mahnten im Hinblick auf die innere Sicherheit zur Eile, Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will sich aber nicht drängen lassen. Eine erschwerte Verfolgung von Straftaten ohne Vorratsdatenspeicherung befürchtet Leutheusser-Schnarrenberger nicht. Niemand müsse Sorge haben, "dass wir in eine Sicherheitslücke schlittern werden."
Das deutsche Bundesverfassungsgericht hatte am Dienstag entschieden, dass die Vorratsdatenspeicherung in der geltenden Form gegen das vom Grundgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis verstößt und strenge Auflagen für eine Neufassung gemacht.












