Chef der PKK-Deutschland festgenommen
Der mutmaßliche Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Deutschland, Hasan Adir, ist beim Versuch der Einreise in die Niederlande festgenommen worden. Die Türkei verlangt jetzt seine Auslieferung wegen des Verdachts auf terroristische Aktivitäten, wie die niederländische Staatsanwaltschaft am Freitag bestätigte.
Die Festnahme Adirs sei bereits am 19. Jänner bei einer Kontrolle durch Grenzbeamte in Venlo erfolgt, aber aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Adir war 2004 in Deutschland wegen der Teilnahme an Gewalttaten, die mutmaßlich im Auftrag der PKK begangen wurden, zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Sein niederländischer Anwalt Bart Nooitgedagt erklärte, Adir wehre sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Überstellung an die Türkei. Er befürchte, dort gefoltert und möglicherweise gar ermordet zu werden.
Aus Furcht vor Haft und Folter sei Adir einst nach Deutschland geflohen, wo ihn die Asylbehörde bisher geduldet habe, sagte der Anwalt. Über den türkischen Auslieferungsantrag soll am 18. März ein Gericht in der Stadt Roermond entscheiden. Die PKK gilt nicht nur in der Türkei, sondern auch in der EU und den USA als Terrororganisation. Seit 1984 kämpft sie auch mit Attentaten und Bombenanschlägen für einen eigenen Staat der Kurden oder zumindest ein Autonomiegebiet.












