Pröll will die Kreditgebühr abschaffen
Pröll will im Zuge der Einführung der Bankensteuer die Kreditsteuer, die jährlich 150 Millionen Euro ausmacht, streichen. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl begrüßt den Vorstoß.

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Der Vorstoß von Finanzminister Josef Pröll für die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr ist durchgehend wohlwollend aufgenommen worden. Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl streute seinem Parteikollegen wenig überraschend Rosen und meinte, ein solcher Schritt liege in der gegenwärtigen Konjunktursituation auf der Hand. Aus der Arbeiterkammer verlautete, das entspreche einer langjährigen Forderung der AK. Pröll will im Zuge der Einführung der Bankensteuer die Kreditsteuer, die jährlich 150 Millionen Euro ausmacht, streichen. Der Vorschlag soll kommende Woche bei der Regierungsklausur in Graz behandelt werden.
Aus dem Büro von Kanzler Faymann hieß es dazu zur Kleinen Zeitung, er sei bereit, über alle sinnvollen Vorschläge zu reden sofern sie nicht die Einführung der Bankenabgabe verzögere. Die Kreditvertragsgebühr beträgt 0,8 Prozent (bzw. 1,5 Prozent bei Kontokorrentkrediten mit über fünfjähriger Laufzeit), das Inkasso übernimmt die Bank, die die Steuer an den Fiskus weiterleiten muss. Bei der Kreditübernahme - etwa im Fall einer Firmenübergabe - fällt die Steuer ein zweites Mal an.












