Indien und Pakistan nehmen wieder Gespräche auf

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Erstmals seit den Terroranschlägen von Mumbai vor 15 Monaten sind die Außenminister von Indien und Pakistan zu Friedensgesprächen zusammengekommen. Die indische Außenministerin Rao sprach danach am Donnerstag von einem ersten Schritt zur Wiederherstellung von Vertrauen. Sie habe ihrem Kollegen Bashir deutlich gemacht, dass Pakistan mehr tun müsse, um islamistische Terrornetzwerke zu zerschlagen.
Rao sagte weiter, es sei eine "nützliche Diskussion" gewesen, die die Tür für zukünftige Gespräche nicht zuschlage. Ein Durchbruch war von dem Treffen ohnehin nicht erwartet worden, galt doch bereits die Erneuerung des Dialogs angesichts der gespannten Beziehungen der Nachbarstaaten als großer Erfolg der Entspannungsbemühungen. Er erwarte eine sehr gute, konstruktive Unterredung, sagte Bashir vor dem Treffen.
Eine Tagesordnung für die Beratungen gab es nicht. Während Indien vor allem über die terroristische Bedrohung aus Pakistan sprechen wollte, strebt die Regierung in Islamabad ein umfassenderes Programm an, das auch eine Lösung des Kaschmir-Problems einschließt. In den vergangenen sechs Jahrzehnten führten beide Länder drei Kriege.
In Indien wurden die Beratungen als "Gespräche über Gespräche" heruntergespielt. Grund ist auch, dass in der indischen Öffentlichkeit ein großes Misstrauen gegenüber Pakistan herrscht.
Die Atommächte Indien und Pakistan sind seit ihrer Staatsgründung vor mehr als 60 Jahren verfeindet. Die britische Kolonialzeit in Indien endete 1947 mit der Teilung des Subkontinents. Nach Schätzungen entschieden sich nach der Unabhängigkeit der beiden neuen Staaten rund zehn Millionen Menschen zur Flucht oder wurden vertrieben: Muslime nach Pakistan, Hindus und Sikhs in die Landesteile unter indischer Kontrolle. Mehr als eine Million Menschen verloren bei diesem "Bevölkerungsaustausch" ihr Leben.












