Urananreicherung: Iran will Japans Angebot prüfen

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Der Iran will nach Angaben von Parlamentspräsident Ali Larijani ein japanisches Angebot zur Urananreicherung prüfen. Das Angebot sei es wert, diskutiert zu werden, sagte Larijani laut einem Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei" am Mittwochabend in Tokio. Die Gespräche sollten daher vertieft werden.
Der japanische Vorschlag, iranisches Uran in Japan höher anzureichern, war der Zeitung zufolge im Dezember bei einem Besuch des iranischen Chefunterhändlers Said Jalili in Tokio vorgelegt worden. Der japanische Regierungschef Yukio Hatoyama hatte Larijani am Mittwoch gesagt, der Iran solle beweisen, dass sein Atomprogramm allein zivilen Zwecken und nicht dem Bau einer Atombombe diene. Um "alle Zweifel auszuräumen" müsse sich Teheran an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats halten und vollständig mit der Internationalen Atomenergiebehörde zusammenarbeiten.
Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, für die ein Uran-Anreicherungsgrad von mindestens 80 Prozent erforderlich ist. Teheran weist die Vorwürfe zurück und betont immer wieder den zivilen Charakter seines Nuklearprogramms. Anfang des Monats hatte der Iran damit begonnen, sein Uran selbst auf 20 Prozent anzureichern, nachdem ein Kompromiss mit der Internationalen Atombehörde über eine Anreicherung im Ausland scheiterte. Am Montag kündigte Teheran zudem den Bau von zwei neuen Anreicherungsanlagen ab Mitte März an.













