Wachsende Armut: Mehr Steirer beantragten Einmal-Hilfe
SP-Appell an VP wegen höherer Mindestsicherung. In der Steiermark gibt es rund 5000 ständige Sozialhilfe-Bezieher - Leute, die dauerhaft auf Unterstützung des Staates angewiesen sind.

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Und auch hier sind es immer mehr, die trotz der Tatsache, dass sie einen Beruf ausüben oder einen Arbeitslosenanspruch haben, unter dem Existenzminimum liegen. 5400 der 17.661 Arbeitslosenbezüge lagen 2009 unter 744 Euro, sowie 8900 der 13.242 ausbezahlten Notstandshilfen.
Dazu kamen im Vorjahr 3030 Personen, die eine Einmal-Unterstützung bezogen. Meist sind das 150 Euro, manchmal 200 oder 300, Hilfe in plötzlicher Not, wenn etwa die Waschmaschine eingegangen ist und das Geld für die Anschaffung fehlt.
Diese Zahl ist empfindlich gestiegen - im Jahr 2008 waren es nur 2691 Fälle - und das wertet Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser als direkte Auswirkung der Krise. Er nimmt die Zahlen zum Anlass für einen neuerlichen Appell an die ÖVP in Sachen höherer Mindestsicherung: "Ich werde noch einmal an ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer persönlich herantreten." Wie berichtet fordert die SPÖ 14 Mal statt nur 12 Mal 744 Euro pro Jahr. "Ich wünsche mir Schützenhöfer als Partner und ich stehe an seiner Seite im Kampf dagegen, dass Billa-Verkäuferinnen nur 750 Euro oder Fleischergesellen nur 900 Euro verdienen."












