Aufständische enthaupteten Sikh in Pakistan
Pakistanische Aufständische haben im Grenzgebiet zu Afghanistan drei Angehörige der religiösen Minderheit der Sikhs entführt und mindestens einen der Männer geköpft. Ein Beamter im Stammesgebiet Khyber sagte am Montag, die Familie hätte das von den Entführern verlangte Lösegeld nicht gezahlt. Das Schicksal der anderen beiden Geiseln sei unklar.
Die drei Sikhs seien im vergangenen Monat im Khyber-Distrikt entführt worden, in dem zahlreiche extremistische Gruppen wie die Taliban operieren. Sikhs, Angehörige einer in Indien entstandenen monotheistischen Religion, leben vor allem im indischen Unionsstaat Punjab, eine kleine Minderheit lebt aber auch im benachbarten muslimischen Pakistan.
Die indische Regierung und Sikh-Gruppen in Indien kritisierten die Tat am Montag scharf und forderten die Regierung in Islamabad auf, die Sicherheit der Minderheit zu garantieren. Der indische Außenminister Krishna sprach von einem "barbarischen Akt der Taliban". Er sagte: "Gewalttätige Methoden, unzivilisierte Methoden, barbarische Methoden werden uns zurück ins Mittelalter führen." Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.
Bei einem Anschlag im nordwestpakistanischen Swat-Tal sind am Montag unterdessen mindestens vier Menschen getötet worden. Polizeisprecher Farooq Ahmed sagte, zwölf weitere Menschen seien bei der Detonation eines Sprengsatzes auf einem Markt in Swats wichtigster Stadt Mingora verletzt worden. Ziel sei ein Konvoi der Sicherheitskräfte gewesen. Der Nachrichtensender Aaj meldete, ein Selbstmordattentäter habe sich in die Luft gesprengt.












