Seniorenrat für Pensions-Anreizmodell

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Der Seniorenrat hat sich für deutliche Anreize für jene ausgesprochen, die über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus arbeiten. Zu Überlegungen, die Abschläge bei vorzeitigen Pensionierungen neu zu regeln, erwarte man konkrete Vorschläge von Sozialminister Hundstorfer, erklärte Andreas Khol, Präsident des Seniorenrates. Weiters pocht der Seniorenrat auf Änderungen beim Pensionskassensystem.
Über die Neugestaltung der Hacklerregelung, Invaliditätspension und Schwerarbeiterpension habe man bereits ein erstes Gespräch mit Hundstorfer geführt, so Khol, man warte nun aber auf konkrete Vorschläge. Dass der Sozialminister die Hacklerregelung per Anhebung des Antrittsalters langsam auslaufen lassen will, sei "ein erster Schritt", meinte Khol, man wolle aber noch weitere Modelle sehen.
Auch in punkto Abschläge warte man noch auf konkrete Vorschläge von Hundstorfer. Zu den von Wirtschaftskammerpräsident Leitl jüngst geforderten Abschlägen von zehn bis zwölf Prozent pro Jahr wollte sich Khol nicht konkret äußern - der Seniorenrat werde über eine mögliche Erhöhung der Abschläge erst diskutieren, man befinde sich aber im Gegensatz zu Leitl nicht in einem Wahlkampf. Karl Blecha stellte in seiner Funktion als Pensionistenverbands-Präsident allerdings klar, dass man "entschieden" gegen "pauschale Abschlagserhöhungen" sei. Ein Verbleiben in der Arbeitswelt über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus solle aber jedenfalls "honoriert" werden, sagte Khol.
Nicht besonders optimistisch ist der Seniorenrat hinsichtlich einer Lösung beim Pensionskassensystem. Eine Gesprächsrunde mit der Regierung habe keine Fortschritte gebracht, kritisierte Khol. Außerdem pochen die Seniorenvertreter auf die Einrichtung eines Pflegefonds, die jährliche automatische Anpassung des Pflegegelds an die Pflegekosten, die Beschleunigung und Vereinheitlichung der Pflegegeld-Verfahren sowie die Einstufung durch einen Arzt und eine Pflegefachkraft.












