Sexuelle Revolution schuld an Kindesmissbrauch

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Der sexuelle Kindesmissbrauch an katholischen Einrichtungen ist nach Überzeugung des Augsburger Bischofs Walter Mixa auch eine Folge der zunehmenden Sexualisierung der Öffentlichkeit. Er nannte die Übergriffe von Geistlichen auf Jugendliche aber ein "abscheuliches Verbrechen". Als Seelsorger mache es ihn "zutiefst betroffen", wie Priester in "entsetzlicher Weise schuldig werden können", so Mixa.
"Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig", sagte Mixa der "Augsburger Allgemeinen".
Die deutsche Grünen-Chefin Claudia Roth griff Mixa wegen dessen Äußerungen scharf an. Der Kirchenführer verhöhne die Opfer, wenn er einer Sexualisierung der Gesellschaft eine Mitschuld an den Vorfällen gebe, sagte Roth ebenfalls der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). "Es ist nicht nur haarsträubend, sondern auch eine beispiellose Verhöhnung der Opfer sexuellen Missbrauchs, wenn an diesem Skandal innerhalb der Katholischen Kirche nun andere schuld sein sollen", sagte Roth.
Mixa räumte ein, dass in der Kirche Verantwortliche in der Vergangenheit gegenüber Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen "zu blauäugig" waren. "Da sind kirchliche Verantwortungsträger möglicherweise auch einem Zeitgeist aufgesessen, der selbst im Bereich des staatlichen Strafrechts Resozialisierung statt Strafe propagierte", so der Bischof. Einen Zusammenhang von priesterlicher Ehelosigkeit und den sexuellen Übergriffen erkannte Mixa indessen nicht.













