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Zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 um 13:17 UhrKommentare

Afghanistan fordert Taliban zum Einlenken auf

Foto © APA

Angesichts der vorrückenden Truppen bei der Großoffensive in der südafghanischen Provinz Helmand hat die Regierung die Taliban erneut zu einem Ende der Gewalt aufgefordert. "Heute ist unsere Botschaft an sie (die Taliban) diese: Ihre beste Möglichkeit ist, das afghanische Friedens- und Versöhnungsprogramm zu nutzen", sagte Innenminister Atmar am Montag in der Provinzhauptstadt Lashkar Gah.

"Sie haben keine Chance, hier zu gewinnen. Das afghanische Volk ist entschlossen zu gewinnen", meinte Atmar. Sollten sich die Taliban zu einer Teilnahme an dem Versöhnungsprogramm entschließen, "werden wir definitiv positiv reagieren".

Die US-Truppen kommen mit ihrer Offensive gegen die Taliban nach eigenen Angaben gut voran. In vielen Gegenden von Marjah sei den Soldaten kaum Widerstand entgegengeschlagen. "Es gibt Gebiete mit heftigem Widerstand, aber die Marines rücken im ganzen Gebiet stetig vor", teilte Hauptmann Sipe von der US-Marineinfanterie der Nachrichtenagentur Reuters. Er wollte sich nicht dazu äußern, wie viele Aufständische bisher getötet oder gefangen wurden. Die Provinzregierung von Helmand sprach von zwölf toten Taliban-Kämpfern.

Die Offensive in dem Opiumanbaugebiet hatte am Samstag begonnen und ist auf mehrere Wochen angelegt. Um zivile Opfer zu vermeiden, riet die NATO den Bewohnern von Marjah, in ihren Häusern zu bleiben. Dennoch wurden am Sonntag zwölf Zivilisten getötet, als zwei Raketen nach NATO-Angaben Stellungen der Taliban verfehlten und stattdessen ein Wohnhaus trafen.

US-Außenministerin Clinton sagte Afghanistan unterdessen langfristige Unterstützung zu. "Die USA werden Afghanistan nicht im Stich lassen", sagte sie am Sonntag beim "US-Islamic World Forum" in Doha. Auch nach dem Abzug der US-Truppen werde Washington mit einer "zivilen Präsenz" eine "langfristige Partnerschaft" mit Kabul sichern. Zugleich machte Clinton deutlich, dass die USA kein Interesse daran hätten, Afghanistan zu "besetzen".

Quelle: APA

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