China warnt Obama vor Treffen mit dem Dalai Lama
Die Entscheidung, das geistliche Oberhaupt der Tibeter am kommenden Donnerstag in Washington zu empfangen, sei "falsch", hieß es aus dem Außenamt in Peking.

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China hat US-Präsident Obama erneut in scharfer Form vor einem Treffen mit dem Dalai Lama gewarnt. Obama ist derzeit vor allem im Streit um Irans Atomprogramm auf die Unterstützung Chinas angewiesen.
"Wir sind strikt gegen einen Besuch des Dalai Lama in den USA und dass US-Politiker Kontakt mit ihm haben", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Ma Zhaoxu. Die USA müssten verstehen, dass die Tibet-Frage für China ein äußerst sensibles Thema sei. China betrachtet den Dalai Lama, der seit 1959 in Indien im Exil lebt, als Separatisten, der die Abspaltung Tibets von China betreibt.
Im vergangenen Jahr hatte Obama ein Treffen mit dem Dalai Lama noch vermieden, während dieser sich in Washington aufhielt. Politische Beobachter gingen damals davon aus, dass der neue US-Präsident den Beziehungen zu China zu Beginn seiner Amtszeit einen guten Start ermöglichen wollte. Doch bei seiner Peking-Reise im November hatte er gegenüber der dortigen Führung dann bereits zu verstehen gegeben, dass er den weltweit geachteten Tibeter empfangen werde.
Obamas Sprecher Robert Gibbs sagte, der Dalai Lama sei eine "international respektierte religiöse Führungspersönlichkeit" und ein Sprecher für die Rechte Tibets. "Der Präsident freut sich auf ein anspruchsvolles und konstruktives Treffen", sagte er. Als Zugeständnis an China könnte gewertet werden, dass Obama den Dalai Lama zwar im Weißen Haus trifft, aber nicht im Oval Office, wo der US-Präsident normalerweise Staatsgäste empfängt.













