Der Kanzler im Umfragetief
Kanzler Faymann ist im Vertrauensindex erstmals ins Minus gerutscht. An letzter Stelle des Regierungsteams steht Innenministerin Fekter. Sie ist gegenüber der letzten Umfrage drastisch abgestürzt.

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SPÖ-Chef Faymann ist im jüngsten APA/OGM-Vertrauensindex erstmals als Bundeskanzler ins Minus gerutscht. Gegenüber November verlor Faymann vier Prozentpunkte und kommt nun nur mehr auf minus ein Prozent. Vizekanzler Pröll verlor mit sechs Prozentpunkten noch stärker, der Vertrauenswert von 24 Prozent reicht aber für Platz 2. Drastisch abgestürzt sind Innenministerin Fekter und FPÖ-Chef Strache.
Für den Vertrauensindex wurden am 8. Februar 500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch befragt, ob sie dem jeweiligen Politiker vertrauen oder nicht. Aus den Ja- und Nein-Stimmen wurde ein Saldo gebildet und dann ein Ranking erstellt.
Fekter an letzter Stelle
Größte Verliererin seit dem letzen Vertrauensindex im November ist Fekter: Sie verlor elf Prozentpunkte und hat nun nur mehr einen Wert von minus zehn Prozent - damit steht sie bei den Ministern an letzter Stelle und ist die einzige aus dem ÖVP-Ministerteam im Minusbereich. Ebenfalls stark verloren hat Strache - gegenüber November zehn Prozentpunkte. Sein Wert liegt nunmehr bei minus 46 Prozent. Auch die anderen Oppositionschefs büßten an Vertrauen ein. Die Grüne Chefin Eva Glawischnig hält nun bei minus 20 Prozent, BZÖ-Obmann Bucher bei minus 14 Prozent.
An erster Stelle des Rankings liegt weiterhin Bundespräsident Fischer (52 Prozent), dicht gefolgt von Pröll (24 Prozent). Nationalratspräsidentin Prammer hat mit 22 Prozent den besten Wert unter den SPÖ-Politikern. Auch Außenminister Spindelegger erreichte 22 Prozent, nach ihm rangieren Justizministerin Bandion-Ortner (20 Prozent), Wirtschaftsminister Mitterlehner (16 Prozent) und Umweltminister Berlakovich (11 Prozent).
Sozialminister Hundstorfer genießt unter den SPÖ-Regierungsmitgliedern das größte Vertrauen (7 Prozent), im positiven Bereich findet sich außerdem SP-Frauenministerin Heinisch-Hosek (6 Prozent), die sich um fünf Prozentpunkte steigern konnte.
Der Dritte Nationalratspräsident Graf von der FPÖ bildet nach einem Verlust von sechs Prozentpunkten wieder einmal das Schlusslicht des Rankings (- 56 Prozent).













