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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 03:43 UhrKommentare

Warnstreiks an Flughäfen München und Nürnberg

In Berlin hat am Dienstag der vorerst letzte Warnstreiktag im Tarifstreit des deutschen Öffentlichen Diensts begonnen. Seit 3.00 Uhr morgens sind ein Teil der Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe von mehreren Gewerkschaften mit Ausnahme der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Warnstreiks gibt es auch an den deutschen Flughäfen München und Nürnberg.

Am Münchner Flughafen sollen die Mitarbeiter von 3.30 Uhr bis 12.00 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Für 9.00 Uhr ist eine Kundgebung geplant. Welche Auswirkungen der Warnstreik haben wird, ist noch nicht klar. "Wir wissen gar nichts", sagte eine Flughafen-Sprecherin. Die Gewerkschaft habe nicht mitgeteilt, wie viele Beschäftigte aus welchen Bereichen in den Ausstand treten wollten.

Auch Beschäftigte am Nürnberger Flughafen wurden von Ver.di dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Die Mitarbeiter der Flughafen Nürnberg GmbH und der AirPart GmbH sollen von 6.00 Uhr bis 8.00 Uhr in den Warnstreik treten. Dort ist ebenfalls eine Kundgebung geplant. Zu Mittag wird Ver.di-Bundeschef Bsirske zu einer zentralen Protestkundgebung erwartet, mit der die deutschlandweit fünftägige Warnstreikwelle beendet werden soll.

In ganz Deutschland hatten sich in den vergangenen Tagen rund 116.000 Angestellte des Öffentlichen Diensts des Bundes und der Kommunen an dem Ausstand beteiligt. Die Gewerkschaften fordern ein Plus von fünf Prozent. Die öffentlichen Arbeitgeber hatten auch am Montag vergangener Woche bei der zweiten Tarifrunde kein eigenes Angebot vorgelegt. Am Mittwoch soll die dritte Tarifrunde in Potsdam starten. Sollte es dort erneut nicht zu einer Annäherung kommen, läuft der Tarifkonflikt ähnlich wie vor zwei Jahren auf Schlichtung, Urabstimmung und bundesweite Streiks hinaus.

Quelle: APA

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