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Zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 um 06:12 UhrKommentare

"Haider wollte von Strache nichts wissen"

Neue blau-schwarze Regierung für Schüssel nicht vorstellbar. Dörfler in der ORF-Pressestunde.

Im September 2006: Jörg Haider und Wolfgang Schüssel

Foto © EggenbergerIm September 2006: Jörg Haider und Wolfgang Schüssel

Von einer Regierungsbeteiligung in Wien träumen FPK-Chef Uwe Scheuch und Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Sie rechtfertigen ihre "Heimkehr" zur FPÖ von Heinz-Christian Strache damit, dass auf diesem Wege Kärnten auf Bundesebene wieder Einfluss bekommen soll. In einem Jahr schon werde man über Minister-Posten verhandeln, tönte Dörfler kürzlich. Das kann sich Alt-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nicht vorstellen. Er äußerte sich Donnerstag Abend in der ZiB2 sehr abfällig. Die FPÖ sei heute "eine ganz andere Partei" als vor zehn Jahren, als er mit Jörg Haider die erste schwarz-blaue Koalition bildete. Damals hatte Kärnten tatsächlich Einfluss in Wien und stellte eine Reihe von Regierungsmitgliedern. In seiner Ablehnung der derzeitigen Blauen berief sich Schüssel auf Haider. Dieser habe ihm in einem Privatgespräch gesagt, von wem er wenig halte oder mit wem er nichts mehr zu tun haben möchte - mit Strache, Andreas Mölzer, dem derzeitigen FPÖ-Europaabgeordneten und den Scheuch-Brüdern. FPK-Klubobmann Kurt Scheuch hatte mit seinem reißerischen Auftritt in Knittelfeld die erste Schüssel-Regierung in die Luft gesprengt. Jetzt haben die Scheuch-Brüder Jörg Haiders orange Parteigründung BZÖ zerstört. Uwe Scheuch steht derzeit im Zentrum von Korruptionsvorwürfen.

Viel vorgenommen hat sich Dörfler für Sonntag. Da ist er als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz Gast in der Fernseh-Pressestunde (11.05 Uhr auf ORF 2). Er wolle dabei "das völlig falsche Kärnten-Bild zurecht rücken", kündigte er an. Ein schwieriges Unterfangen angesichts von Korruptions- und Hypo-Skandal, Parteizerstörungsaktion und Finanzdesaster.

Ein persönliches Finanzdesaster hat Jörg Haiders langjähriger Schützling Franz Koloini zu verantworten: 250.000 Euro Schulden. Wie die KTZ gestern berichtete, musste der nunmehr arbeitslose ehemalige Protokollchef im Landeshauptmann-Büro ein Schuldenregulierungsverfahren anmelden.

ANTONIA GÖSSINGER

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