Land kürzt das Babygeld ein
800 bis 1000 Euro zahlte das Land bis zuletzt als Babygeld aus. Jetzt sind es nur noch 500 Euro. Dörfler denkt auch an Einschnitte bei Gratis-Kindergarten.

Foto © Kleine Zeitung/Erwin Scheriau
"Wir in Kärnten werden von allen Seiten ständig zum Sparen aufgefordert. Da kann ich nicht taub sein." So begründet Landeshauptmann Gerhard Dörfler als Familienreferent jetzt den Sparstift beim Babygeld. Diese freiwillige Leistung des Landes, die österreichweit sonst nirgendwo bezahlt wird, wurde mit 1. Jänner per Verordnung deutlich gekürzt bzw. halbiert. Bisher wurden - ohne soziale Staffelung - für das erste Kind 800 Euro, für das zweitgeborene 900 und für das drittgeborene Kind 1000 Euro ausbezahlt. Vier Millionen Euro im Jahr betrug der Aufwand des Landes für die 4800 Babies. Ab sofort werden für jedes Kind einheitlich nur noch 500 Euro bezahlt. 2,5 Millionen sollen im Budget parat stehen. "Das Babygeld wird jedenfalls erhalten bleiben, kein anderes Bundesland hat ein solches", ist Dörfler immer noch stolz.
Kürzungen
Im Gespräch war das Babygeld bereits im Sommer, als die Expertenkommission mit Franz Fiedler wegen der prekären Finanzlage Kärntens nach Einsparungspotentialen suchte. "Den Menschen muss klar gemacht werden, dass man sich nicht mehr alles leisten kann", betonte Fiedler und nannte das Babygeld. Gekürzt wurde bereits beim Heizkostenzuschuss, gestrichen wurde zuletzt die Zuzahlung des Landes für Einzelzimmer in Pflegeheimen. Neu ausbezahlt wird hingegen - ohne soziale Staffelung - der Jugendtausender.
An Einsparungen denkt Dörfler jetzt beim Gratiskindergarten für Drei- bis Fünfjährige. Bei höheren Einkommen der Eltern soll der nicht mehr gratis, also vom Land bezahlt sein. Denn die Eltern könnten jetzt die steuerliche Absetzmöglichkeit für Kinderbetreuung nützen.












