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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 um 10:56 UhrKommentare

Dalai Lama-Treffen: Obama legt sich mit China an

China ist "entschieden dagegen", dass Vertreter der US-Führung mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter zusammentreffen. Noch bleibt die US-Regierung - trotz eindeutiger Drohungen - bei ihrem Vorhaben.

Der Dalai Lama, Oberhaupt der Tibeter

Foto © APADer Dalai Lama, Oberhaupt der Tibeter

Die chinesische Regierung hat ihre Warnung an US-Präsident Barack Obama vor einem Treffen mit dem Dalai Lama in scharfer Form bekräftigt. China sei "entschieden dagegen", dass Vertreter der US-Führung mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter - in welcher Form auch immer - zusammenträfen, erklärte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Ma Zhaoxu, am Mittwoch.

"Bevor die Beziehung Schaden nimmt"

"Wir drängen gegenüber der US-Seite darauf, die hohe Sensibilität des Tibet-Themas klar anzuerkennen und die damit verbundenen Aspekte vorsichtig und angemessen zu behandeln, um weiteren Schaden für die Verbindungen zwischen China und den USA zu vermeiden", hieß es in der Erklärung.

Obamas Sprecher Bill Burton hatte am Dienstag gesagt, der US-Präsident halte an seinem Vorhaben fest, den Dalai Lama zu treffen. Dieser sei ein "international geachteter religiöser und kultureller Führer" und in dieser Eigenschaft werde Obama mit ihm sprechen.

Der Dalai Lama will am 16. Februar für zehn Tage in die USA reisen. Obama war im November in seiner Heimat kritisiert worden, weil er vor seiner ersten Reise nach Peking nicht mit dem Dalai Lama zusammengetroffen war. Der Dalai Lama fordert für Tibet eine weitreichende Autonomie, Peking lehnt dies entschieden ab.

Die Beziehungen zwischen China und den USA sind derzeit angespannt, weil Washington am Wochenende ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan angekündigt hatte. Peking setzte daraufhin die militärische Zusammenarbeit mit Washington aus und kündigte Sanktionen gegen die an dem Geschäft beteiligten US-Firmen an. China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an.


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