Unruhen wegen Lebensmittelknappheit in Nordkorea
Wegen der anhaltenden Lebensmittelknappheit in Nordkorea ist es offenbar zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Südkoreanische Medien berichteten, dass es in dem verarmten kommunistischen Land" an einigen Orten" Unruhen gegeben habe. Die nordkoreanische Regierung habe diese aber offenbar unter Kontrolle gebracht.
Eine Zeitung berichtete von einem Angriff auf nordkoreanische Sicherheitskräfte in der Stadt Pyongsung. Wütende Bewohner sollen eine Patrouille auf dem Markt der Stadt attackiert haben. Den Berichten zufolge nahmen die Unruhen zu, seitdem die nordkoreanische Währung Won im vergangenen November überraschend abgewertet und die Lebensmittelkrise in dem Land dadurch verschlimmert wurde.
In den 1990er Jahren waren in dem isolierten Land hunderttausende Menschen bei Hungersnöten gestorben. Im vergangenen Oktober warf die UNO der Führung in Pjöngjang vor, fast einem Drittel ihrer 24 Millionen Bürger mit dem Recht auf Nahrung eines der wichtigsten Menschenrechte zu verwehren.
Mitte Jänner akzeptierte Nordkorea nach zweijähriger Unterbrechung wieder Lebensmittelhilfen aus Südkorea. Seoul hatte bereits im Oktober angeboten, 10.000 Tonnen Getreide in den Norden zu schicken.












