Karzai plant Taliban zur Befriedung ein

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Der afghanische Präsident Karzai will an seinem Kurs festhalten, die Taliban in das Konzept zur Befriedung seiner Heimat einzubinden. Vor allem habe der Westen bei der Afghanistan-Konferenz in London "endlich" begriffen, wie wichtig ein Aussöhnungsprogramm mit den Taliban für Afghanistan sei, sagte Karzai in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Erst jetzt habe der Westen erkannt, dass sich der Antiterrorkampf nicht gegen afghanische Dörfer richten dürfe, sondern gegen die "Rückzugsgebiete, die Trainingscamps, die finanziellen Unterstützer" der Terroristen. "Hätten die Verbündeten das schon vor acht Jahren eingesehen, stünden wir heute besser da. Leider haben nicht alle auf uns gehört", sagte Karzai.
Die Taliban bekräftigten ihr Festhalten am "Heiligen Krieg gegen alle Invasoren". In einer am Samstag in Kabul verbreiteten Erklärung dementierte die Führung der radikalislamischen Taliban jede Friedensabsicht oder -bereitschaft.
Unterdessen töteten Soldaten einer amerikanischen Spezialeinheit Samstagfrüh irrtümlich vier afghanische Kameraden. Weitere sieben afghanische Soldaten wurden bei dem Zwischenfall in der zentralafghanischen Provinz Wardak verwundet, berichtete ein Sprecher des dortigen Gouverneurs. Obwohl die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei, werde von einem "Missverständnis" zwischen den Verbündeten ausgegangen. Die US- Spezialeinheit sei im Dunkeln von einem Auftrag zurückgekehrt und dabei auf einen erst vor kurzem errichteten Stützpunkt der Afghanen gestoßen. Bei dem Gefecht seien die US-Soldaten auch von einem Kampfbomber der NATO unterstützt worden.












