Iranische Soldaten zogen von irakischem Ölfeld ab
Iranische Soldaten, die Ende 2009 in ein Ölfeld im Grenzgebiet zum Irak eingerückt waren, haben sich wieder vollständig zurückgezogen. Dies gab der irakische Regierungssprecher Ali al-Dabbagh am Mittwoch in Bagdad bekannt. Der überraschende Vorstoß der iranischen Truppen auf das Ölfeld Al-Fakka hatte für Irritationen im ansonsten derzeit guten Verhältnis zwischen Bagdad und Teheran gesorgt.
Einige Tage lang hatten die Iraner auf dem Gebiet, dessen Grenzverlauf nicht klar markiert ist, sogar die iranische Flagge gehisst. Gespräche brachten offenbar keine Lösung Unterdessen beschossen Unbekannte am Mittwoch in Bagdad zwei Autobusse mit iranischen Pilgern. Dabei wurden eine Iranerin und ein irakischer Busfahrer getötet, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak unter Berufung auf die Sicherheitskräfte. Fünf weitere iranische Pilger wurden verletzt.
Im Irak befinden sich zahlreiche wichtige schiitische Heiligtümer, die seit dem Fall des Regimes von Saddam Hussein und der Verbesserung des bilateralen Verhältnisses vermehrt von Gläubigen aus dem schiitischen Iran aufgesucht werden. Auch im Irak sind die Schiiten in der Mehrheit.












