Festnahmen nach Unruhen in Nigeria

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Nach schweren Unruhen zwischen Christen und Muslimen in der zentralnigerianischen Stadt Jos hat die Polizei über 300 Verdächtige festgenommen. Die Zahl der Getöteten wird auf rund 500 geschätzt. Eine offizielle Opferzahl der am Sonntag vor einer Woche ausgebrochenen Unruhen gab es weiter nicht.
Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtete, war das muslimische Dorf Kuru Karama am vergangenen Dienstag von bewaffneten Männern angegriffen worden. Bei den Angreifern soll es sich um Christen gehandelt haben. Sie töteten demnach zahlreiche Menschen auf der Flucht, andere wurden bei lebendigem Leib verbrannt.
Jos liegt an der Nahtstelle zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlich-animistisch geprägten Süden Nigerias. In den vergangenen Jahren gab es in der Region immer wieder Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen, im Jahr 2008 wurden dabei 200 Menschen getötet.













