Wieder russischer Botschafter in Kiew
Nach der Wahlniederlage des russlandkritischen ukrainischen Präsidenten Juschtschenko hat Moskau nach einem halben Jahr erstmals wieder einen Botschafter nach Kiew entsandt. Die Beziehungen der Nachbarländer hätten großes Potenzial, sagte Spitzendiplomat Michail Surabow nach seiner Ankunft in Kiew am Montag auf Ukrainisch. Das meldete die Agentur Interfax.
Kremlchef Medwedew hatte Juschtschenko eine antirussische Politik vorgeworfen und den Posten nach dem Ausscheiden des bisherigen Botschafters Tschernomyrdin im vergangenen Juni demonstrativ nicht besetzt. Juschtschenko war in der ersten Runde der Präsidentenwahl mit lediglich 5,45 Prozent der Stimmen abgewählt worden.
Am 7. Februar treten Regierungschefin Timoschenko und Oppositionsführer Janukowitsch zu einer Stichwahl an, die beide ein besseres Verhältnis zu Moskau angekündigt haben. "Ich hoffe, dass Ideologie in unseren bilateralen Beziehungen keine Rolle mehr spielen wird", sagte Russlands Außenminister Lawrow.












