Großbritannien streicht Jemen-Flüge

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Aus Sorge vor Al-Kaida-Anschlägen hat Großbritannien vorübergehend alle Direktflüge aus dem Jemen gestrichen. Außerdem sollen nach dem verhinderten Anschlag in einer Maschine nach Detroit weltweit alle Passagiere, die per Flugzeug nach Großbritannien reisen, bis Ende des Jahres anhand von neuen Sicherheitslisten überprüft werden können. Das kündigte Premierminister Brown am Mittwoch in London an.
Wer auf einer der beiden Listen steht, darf entweder das Flugzeug nicht besteigen oder wird vor dem Abflug speziell überprüft. Brown warnte, "mehrere Terrorzellen" würden "aktiv" versuchen, in Großbritannien und anderen Ländern eine Anschlag zu verüben.
Großbritannien ist in der kommenden Woche Gastgeber einer Jemen-Konferenz mit 21 Staaten. Zu Weihnachten hatte ein Nigerianer auf dem Flug nach Detroit einen Sprengsatz zünden wollen. Der verhinderte Attentäter soll im Jemen ausgerüstet und ausgebildet worden sein.
Brown verteidigte sich gegen Kritik, dass die Jemen-Konferenz am 27. Jänner nur zwei Stunden dauere und offensichtlich "heruntergestuft" worden sei. Mit dem Treffen solle signalisiert werden, dass die internationale Gemeinschaft bereit sei, den Jemen bei den Anstrengungen im Kampf gegen Al Kaida zu unterstützen, sagte der Premier. In britischen Regierungskreisen hieß es, dass das Treffen eine "wesentlich kleinere Angelegenheit" als die Afghanistan-Konferenz am Folgetag sei.
Der Jemen sei "Brutstätte und potenziell sicheres Gebiet" für Terroristen, sagte Brown. Zwar bleibe die Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan "Schmelztiegel des Terrorismus". Jedoch würden der Jemen und Somalia immer mehr von Al Kaida und ihren Verbündeten genutzt.
Brown kündigte auch eine stärkere internationale Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten an. Zudem sollen die umstrittenen Körperscanner kommende Woche an britischen Flughäfen eingeführt werden. Vom Jemen fliegt nur die Fluggesellschaft, Yemenia Airlines, zweimal die Woche direkt nach Großbritannien.












