ÖVP will mit SPÖ neues Bildungs-Konzept erarbeiten

Foto © APA
Die ÖVP ist gegen eine Anhebung der Höchstgrenze für Schulversuche zur "Neuen Mittelschule" (NMS) von derzeit zehn Prozent. Wie Außenminister und ÖAAB-Obmann Spindelegger am Sonntag in der Pressestunde betonte, müsste erst die Evaluierung abgewartet werden. Diese soll frühestens 2012 erfolgen. Mit Unterrichtsministerin Schmied will er nach einem neuen Gesamtkonzept im Bereich Bildung suchen.
Spindelegger kann sich vorstellen, dass für jene interessierten Schulen, die nach derzeitigem Stand wegen der Zehn-Prozent-Grenze nicht in den Schulversuch kommen, von Einzelfall zu Einzelfall eine Lösung gefunden werden könne. Die von Unterrichtsministerin Schmied genannte Frist bis 22. Jänner für eine Ausweitung der Schulversuche wies er zurück und lud seinerseits die Ministerin zu einem "bildungspolitischen Dialog" ein.
Er sprach sich aber gegen eine generelle Anhebung der Höchstgrenze aus. Bei Einzellösungen meinte Spindelegger, dass es dabei nur um 50 von insgesamt 143 Schulen gehe, die sich für das kommende Schuljahr für das Projekt angemeldet haben. Laut Bildungsministerium werden wegen der Quote nur 60 von 143 Schulen zum Zug kommen.
Der ÖAAB-Obmann gestand ein, dass die NMS "etwas Positives" gebracht habe und viele dieses System wollen, denn mit dem Modell seien Hauptschulen modernisiert und mit mehr Mitteln ausgestattet worden. Allerdings habe die NMS in den Ballungszentren nichts gebracht. Im urbanen Raum bräuchte es ein Gesamtkonzept im Bereich Bildung. Schmied sei eingeladen, ein solches gemeinsam mit der ÖVP auszuarbeiten.
Im Unterrichtsministerium zeigte man sich erfreut über Spindeleggers Ansinnen, einen gemeinsamen Weg für die NMS zu finden. Wie ein Sprecher Schmieds gegenüber der APA betonte, hielte man die Anhebung der Zehn-Prozent-Grenze zwar nach wie vor für den einfachsten Weg. "Wenn die ÖVP aber andere Varianten hat, die Rechtssicherheit bieten und die finanziellen Mehrkosten abdecken, sind wir für Gespräche offen", betonte man seitens des Unterrichtsministeriums, wo man das gemeinsame Suchen nach einer Lösung befürwortet.












