50 Länder für Klimaschutz bei Agrarproduktion
Agrarminister aus rund 50 Ländern der Welt haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Berlin dazu bekannt, ihre landwirtschaftlichen Produktionen mit den Zielen des Klimaschutzes stärker in Einklang zu bringen.

Foto © APAAgrarminister in Berlin
In einem Schlussdokument ihres Treffens am Rande der Grünen Woche vereinbarten Agrarminister aus rund 50 Ländern der Welt am Samstag unter anderem, Produktionsprozesse so weiter zu entwickeln, dass weniger Treibhausgase freigesetzt werden und weniger Wasser verbraucht wird.
Die Minister vereinbarten eine stärkere Förderung und internationale Vernetzung der Agrarforschung und den Austausch von Ergebnissen. Die Welternährungsorganisation soll gebeten werden, sich mit der Frage zu befassen, "wie Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit und gleichzeitig zur Bekämpfung des Klimawandels" beitragen könne.
Bundesagrarministerin Ilse Aigner sagte, die Konferenz, die 50 Prozent der Weltbevölkerung repräsentiere, habe den Startschuss für eine weltweite Klimainitiative in der Landwirtschaft gegeben. Die Länder hätten sich zu einem "Klimacheck" verpflichtet und wollten alle relevanten Prozesse auf den Prüfstand stellen. Nach dem Klimagipfel der UN in Kopenhagen sei Berlin ein wichtiger Schritt. Der Prozess solle auf den kommenden internationalen Konferenzen der OECD und der Vereinten Nationen weitergeführt werden.
Die Weltgemeinschaft stehe vor der Aufgabe, dass das Angebot an Nahrungsmitteln aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums bis 2050 um 70 Prozent zunehmen müsse. Es gehe dabei nicht nur um mehr Effizienz und höhere Produktivität, sondern auch um eine Begrenzung der Klimabelastung, sagte Aigner.













