Pakistans Taliban-Chef entging US-Raketenangriff
Der pakistanische Taliban-Chef Hakimullah Mehsud ist am Donnerstag vermutlich nur knapp einem US-Raketenangriff entkommen. Mindestens zehn Menschen starben bei dem Luftschlag in Nord-Waziristan im Nordwesten des Landes. Bei den Opfern handle es sich um Aufständische, berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf pakistanische Geheimdienstmitarbeiter.
Ein Taliban-Sprecher sagte, Mehsud habe das Gebäude kurz vor dem Einschlag der Raketen verlassen. Pakistanische Fernsehsender hatten zunächst den Tod des Islamistenführers gemeldet. Mehsud ist Anführer der pakistanischen Taliban, seitdem sein Vorgänger Baitullah Mehsud im vergangenen August bei einem US-Raketenangriff in Süd-Waziristan getötet worden war. Ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter teilte mit, zwei Raketen, die vermutlich von einer Drohne abgefeuert wurden, hätten zwei Gebäudekomplexe im Rückzugsgebiet von Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Terroristen zerstört. Die Raketen schlugen demnach in der Nähe einer zum Trainingscamp für Aufständische umfunktionierten Koranschule ein.
Im Kampf gegen Al-Kaida und die Taliban haben die USA zuletzt ihre Drohnenangriffe in der Region, die als Hochburg der Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida gilt, ausgeweitet. Die Raketen trafen am Donnerstag ein Gebäude in der Gegend von Pasalkot. Dort war früher eine Religionsschule untergebracht. Der Angriff war bereits der achte dieser Art innerhalb von zwei Wochen.
Auch in Zentralafghanistan sind am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt nach ersten Informationen mindestens 20 Menschen getötet worden. Der Gouverneur der Provinz Uruzgan, Juma Gul Himat, teilte mit, der Attentäter habe sich inmitten der Basarstände des Wochenmarktes in Dihrawud in die Luft gesprengt. Mindestens 13 weitere Personen seien verletzt worden.












