Zypern-Gespräche weiter ohne konkrete Ergebnisse

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Die erste Runde der dreitägigen intensiven Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns ist am Mittwochabend ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Die politischen Führer des griechisch-zypriotischen Südens und des türkisch besetzten Nordens, Demetris Christofias und Mehmet Ali Talat, werden am 25., 26. und 27. Jänner ihre Gespräche unter UNO-Schirmherrschaft fortsetzen.
Dies teilte der Sondergesandte der Vereinten Nationen und ehemalige australische Außenminister Alexander Downer am Mittwochabend im zypriotischen Rundfunk mit. Beide Seiten hätten "ehrlich" miteinander gesprochen, hieß es.
Inzwischen schaltete sich auch US-Außenministerin Clinton ein: Sie sprach am Telefon mit Christofias und Talat und ermutigte sie, ihre Gespräche fortzuführen, wie der staatliche zypriotische Rundfunk (RIK) weiter berichtete. Anfang Februar soll auch UNO-Generalsekretär Ban nach Zypern reisen, um den seit September 2008 andauernden Verhandlungen einen neuen Schub zu geben.
Ungelöst bleibt in erster Linie das Thema, wie viel politische Macht der nur von Ankara anerkannte türkisch-zypriotische Teilstaat (KKTC) in einem künftigen föderativen Zypern haben soll. Die türkischen Zyprioten wollen einen Bund von zwei fast unabhängigen Staaten, die sich in einer losen Konföderation vereinigen. Die griechischen Zyprioten wiederum wollen einen Bundesstaat mit einer starken Bundesregierung.
Zypern ist seit 1974 geteilt. Damals waren türkische Truppen nach einem vom damaligen griechischen Militärregime in Athen inszenierten Putsch gegen den zypriotischen Präsidenten Erzbischof Makarios auf der Insel gelandet, um deren Anschluss ("Enosis") an Griechenland zu verhindern. Sie besetzten 37,5 Prozent des Inselterritoriums. 200.000 griechische Zyprioten wurden aus dem Norden vertrieben, etwa 50.000 türkische Zyprioten flüchteten aus dem Süden in den Norden.












