Protestmarsch von Islamisten in England abgesagt

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Nach heftiger Kritik ist ein umstrittener Protestmarsch von Islamisten gegen den Krieg in Afghanistan in einer Kleinstadt im Südwesten Englands abgesagt worden. Die radikale Organisation "Islam4UK" will nun nicht wie geplant in Wootton Bassett demonstrieren. Die Gruppe erklärte, sie habe auch ohne den geplanten Demonstrationszug auf "die Not von Muslimen in Afghanistan" aufmerksam gemacht.
Die Islamisten hatten einen Marsch zum Gedenken an die Muslime, die "im Namen von Demokratie und Freiheit umgebracht wurden", geplant und damit einen Sturm der Entrüstung bei der britischen Regierung und auch bei Muslimenverbänden ausgelöst. Die Regierung hatte auch erwogen, die Organisation, die extremistische Verbindungen haben soll, zu verbieten.
Durch die Straßen von Wootton Bassett werden regelmäßig die Särge von gefallenen britischen Soldaten aus Afghanistan oder dem Irak gefahren, die über den nahe gelegenen Luftwaffenstützpunkt Lyneham in die Heimat überführt werden. In der Kleinstadt säumen stets Hunderte Menschen die Straßen, um ihnen das letzte Geleit zu geben. Der britische Premierminister Gordon Brown hatte "entsetzt" auf den geplanten Islamisten-Aufmarsch reagiert.












