Protestbewegung könnte Ahmadinejad zu Fall bringen

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Die iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi ist davon überzeugt, dass die Proteste im Iran die Regierung zu Fall bringen können. "Die Protestbewegung ist bereits so groß, dass sie Ahmadinejad Angst einjagt", sagte Ebadi der "Rhein-Neckar-Zeitung". An die internationale Gemeinschaft appellierte Ebadi, mit dem Iran einen Menschenrechtsdialog aufzunehmen.
Eine Regierung, die sich stark fühlt, braucht nicht auf Gewalt gegen friedliche Proteste zurückzugreifen", sagte die Menschenrechtsanwältin. Wenn Ahmadinejad keine Angst hätte, würde er die Opposition "nicht so hart bekämpfen".
An die internationale Gemeinschaft appellierte Ebadi, mit dem Iran einen Menschenrechtsdialog aufzunehmen. "Die internationale Gemeinschaft redet mit dem Iran seit Jahren nur noch über das Atomprogramm", kritisierte sie. Ebadi wandte sich gegen eine Verschärfung der wirtschaftlichen Sanktionen gegen ihr Heimatland, weil diese vor allem die einfache Bevölkerung träfen und nicht die Regierenden. Helfen könnten aus ihrer Sicht allenfalls politische Sanktionen, die sich gegen die iranische Führung direkt richten, wie etwa ein Einreiseverbot.
Der oberste geistliche Führer Ayatollah Khamenei forderte von den Sicherheitskräften ein hartes Vorgehen gegen regierungsfeindliche Demonstranten. Die Behörden wüssten, was das Volk von ihnen verlange, sagte Khamenei am Samstag in einer live im Fernsehen übertragenen Rede. Er beschuldigte zudem westliche Länder, hinter den Unruhen am schiitischen Ashura-Tag zu stecken.












