Politische Reaktionen auf Umfrage zur Landtagswahl
Die Umfrage der Kleinen Zeitung über die Chancen bei der Landtagswahl war Tagesgespräch. Ergebnisse geben der Politik zu denken.

Foto © ScheriauAnton Vukan, Landesgeschäftsführer der steirischen SPÖ
Geradezu aufatmend reagierte Anton Vukan, Landesgeschäftsführer der steirischen SPÖ, auf die Aussagen der sensationellen OGM-Meinungsumfrage der Kleinen Zeitung: "Das ist nicht schlecht für uns" sagte er zur Tatsache, dass Franz Voves und die SPÖ den Landeshauptmann-Bonus offenbar eingebüßt haben und gleichauf mit der ÖVP liegen. Denn die Steiermark sei doch Jahrzehnte lang unter dem beherrschenden Einfluss der ÖVP gestanden, das sei nur schwer zu korrigieren. Dennoch glaube die SPÖ fest daran, bei der Landtagswahl Nummer eins zu bleiben.
Zurückhaltend auch Bernhard Rinner, Landesgeschäftsführer der ÖVP. Mit solchen Umfragen sei es halt wir mit einem Parfum, meint er: "Man soll daran riechen, aber nicht davon trinken", warnt er vor übermütigen Schlussfolgerungen. Aber ein bisschen Optimismus klingt schon durch: "Wer hätte 2006 geglaubt, dass wir Anfang 2010 mit der SPÖ Kopf an Kopf liegen?"
Die FPÖ, die nach der OGM-Umfrage einen großen Sprung auf 13 Prozent und einen Sitz in der Landesregierung machen kann, pflegte noch die Feiertagsruhe. Jörg-Martin Willnauer, Spitzenkandidat der Grünen, sieht seinen Optimismus bestätigt. Er schließt aus der Umfrage, "dass es keine zwei Reichshälften mehr gibt sondern nur noch zwei Reichsdrittel". SPÖ und ÖVP können nämlich nur noch mit je rund 36 Prozent der Stimmen rechnen. Gerald Grosz vom BZÖ, dem die Umfrage den Einzug in den Landtag nicht zutraut, sieht sich dennoch "angespornt". Ähnlich die Stimmung in der KPÖ, derzeit drittstärkste Partei im Landtag, aber mit stark reduzierten "Überlebenschancen". Sie wird überlegen müssen warum so viele Wähler laut OGM von ihr direkt zur FPÖ wandern wollen.













