Europäisches Jahr zur Armutsbekämpfung 2010

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Rund eine Million Österreicher ist armutsgefährdet. In der EU beläuft sich diese Zahl auf 79 Millionen, das sind etwa 16 Prozent der Bevölkerung. Armut bedeutet nicht nur einen Mangel an lebenswichtigen Gütern, sondern schränkt auch das Sozialleben ein. Die Europäische Union hat deshalb das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung der Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen.
Ziel eines Europäischen Jahres ist es, wichtige Themen und Herausforderungen stärker in der Öffentlichkeit bekannt zu mache. Die Armutsgefährdungsquote liegt in Österreich laut SILC (Community Statistics on Income and Living Conditions 2008) bei 12,4 Prozent, was einer Million Menschen entspricht. Rund sechs Prozent (489.000 Personen) der österreichischen Bevölkerung sind manifest arm. Die Armutsgefährdungsquote läge ohne Sozialleistungen statt der 12,4 Prozent sogar bei 43 Prozent, so die Erhebungen von SILC. Am stärksten von Armut bedroht sind Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, alleinlebende Pensionisten sowie Haushalte mit mehr als drei Kindern oder mit behinderten Personen.
Die Umsetzung des Europäischen Jahres erfolgt durch Projekte auf nationaler Ebene, hier werden die jeweiligen Prioritäten gesetzt. Der offizielle Start in Österreich erfolgt mit einer Eröffnungsveranstaltung am 22. Februar in Salzburg. Sozialminister Hundstorfer präsentiert dabei in Anwesenheit von Bundespräsident Fischer und Vertretern der Europäischen Kommission die Ziele und österreichischen Aktivitäten während dieses Jahres. Tags darauf findet auch schon die 8. Armutskonferenz unter dem Titel "Geld.Macht.Glücklich" ebenfalls in Salzburg statt.












