Griechenland kündigt schärferen Sparkurs an
Die griechische Regierung will das aus dem Ruder gelaufene Haushaltsdefizit binnen drei Jahren unter die Drei-Prozent-Schwelle der EU drücken. Das kündigte Finanzminister Papaconstantinou nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in Athen an. Damit würde das Euro-Zonen-Mitglied ein Jahr früher als bisher angekündigt den Euro-Stabilitätspakt wieder einhalten.
Griechenland muss wegen seines Budgetdefizits mit strengen Sparauflagen rechnen, über die die EU-Finanzminister Mitte Februar beraten wollen. Die neue sozialistische Regierung hatte nach der Wahl im Herbst für 2009 ein Haushaltsdefizit von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes enthüllt - doppelt so hoch wie von der Vorgängerregierung angegeben. Daraufhin hatten Ratingagenturen die Bonität des Landes herabgestuft, was neue Kredite verteuert. Für dieses Jahr wird ein Fehlbetrag von 9,1 Prozent angepeilt.
Nach Angaben des Chefs der griechischen Finanzagentur sollen voraussichtlich kommende Woche neue Staatsanleihen ausgegeben werden. Sie seien Teil der für 2010 geplanten Schuldenaufnahme von rund 54 Milliarden Euro. Der Risikoaufschlag, den Investoren für die laufende zehnjährige Staatsanleihe verlangen, verringerte sich am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Im Vergleich zur deutschen Anleihe sank er von 232 auf 217 Basispunkte.












