Neujahr: Schönborn für Solidarität gegen Krise

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Wiens Erzbischof Christoph Schönborn will solidarische Anstrengungen zur Überwindung der Finanzkrise. Immer mehr Menschen rutschten unter die Armutsgrenze und hätten wirklich zu wenig für das tägliche Leben, meinte der Kardinal in seiner Silvesteransprache im ORF: "Es ist Zeit, dass wir nicht wegschauen von der Not des Nächsten, denn sie kann auch uns treffen", appellierte Schönborn.
Der Blick zurück ist auch beim Erzbischof ein düsterer: "Schlimmes ist in unserem Land passiert - nicht nur weltweit mit der Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern auch in unserem Land." Unsummen seien leichtfertig durch politischen und wirtschaftlichen Leichtsinn verspielt worden: "Der Staat musste einspringen, und das wird uns allen in den kommenden Jahren als Last zu spüren sein." Ein Gefühl der Ohnmacht befalle viele Menschen: "Die Klimakonferenz von Kopenhagen hat praktisch kein Ergebnis gebracht", bedauert Schönborn.
Notwendig sei nun Solidarität: "Ich lade Sie alle ein, im kommenden Jahr nicht die Hände in den Schoß zu legen, sondern zuversichtlich aufeinander zuzugehen, miteinander solidarisch zu sein und auf Gott zu vertrauen, der uns auch in Zukunft, in einer schwierigeren Zukunft, sicher nicht verlassen wird", glaubt Kardinal Schönborn.
In seiner Vesper (kirchliches Abendgebet) zum Jahresabschluss hat auch Papst Benedikt XVI. am Donnerstag für das vergangene Jahr gedankt und zu Solidarität und Miteinander aufgerufen. "Noch heute leiden viele Familien unter der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit", sagte der der Papst. Daher seien auch 2010 Einsatz und Solidarität notwendig, "um ihre Schwierigkeiten zu lindern".












