Al-Kaida-Pläne waren angeblich bekannt
Laut einem US-Fernsehbericht wussten die US-Geheimdienste schon lange vor dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug am Freitag, dass das Terrornetzwerk Al Kaida eine Aktion für die Weihnachtszeit plante.

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Laut einem US-Fernsehbericht wussten die US-Geheimdienste schon lange vor dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug am Freitag, dass das Terrornetzwerk Al Kaida eine Aktion für die Weihnachtszeit plante. US-Präsident Obama hatte die US-Sicherheitsbehörden am Dienstag scharf kritisiert. "Katastrophale" Pannen hätten den Anschlagsversuch möglich gemacht, sagte Obama.
Die Geheimdienste seien darüber informiert gewesen, "dass Al Kaida eine Überraschung zu Weihnachten vorbereitete", zitierte der US-Sender CBS am Mittwoch einen Geheimdienstmitarbeiter. "Seit Monaten waren wir an der Sache dran, aber uns ist es nie gelungen, die richtigen Verbindungen herzustellen und vorauszusehen, was geschehen würde", fügte er demnach hinzu. Das Problem lag nach Ansicht des Geheimdienstmitarbeiters darin begründet, dass das Nationale Anti-Terror-Zentrum, das für die Aktualisierung der Listen mit Terrorverdächtigen zuständig ist, täglich 8000 Nachrichten erhalte.
Am ersten Weihnachtstag hatte der 23-jährige Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab versucht, ein Flugzeug mit 290 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Der Versuch schlug fehl, Fluggäste und Besatzung konnten den Mann überwältigen. Abdulmutallab war in den USA auf einer Liste von mehr als einer halben Million potenziellen Terrorverdächtigen geführt worden. Sein Vater will selbst den US-Geheimdienst CIA vor seinem Sohn gewarnt haben. Zu dem Anschlagsversuch bekannte sich das Terrornetzwerk Al Kaida auf der Arabischen Halbinsel.
Zunehmend in die Schusslinie der Kritik gerät nun US-Geheimdienstkoordinator Blair. In Washington wurde am Mittwoch spekuliert, der für die Zusammenarbeit der 16 US-Geheimdienste zuständige Blair könnte wegen Versäumnissen im Vorfeld des Vorfalls zurücktreten müssen. Präsident Obama hatte am Dienstag von nicht hinnehmbaren systemischen Fehlern gesprochen. Die Geheimdienste hätten die Informationen über den mutmaßlichen Attentäter nicht zusammengeführt. Ein Bericht über die vorliegenden Geheimdiensterkenntnisse im Vorfeld des versuchten Attentats wird dem Präsidenten am Donnerstag übergeben.
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Umar Farouk Abdulmutallab hatte am ersten Weihnachtsfeiertag versucht, die mit 300 Menschen besetzte Maschine auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit kurz vor der Landung zu sprengen. Er wurde jedoch von beherzten Mitreisenden und Besatzungs-mitgliedern an der Tat gehindert.












