Britische Irak-Geisel nach zweieinhalb Jahren frei

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Mehr als zweieinhalb Jahre nach seiner Entführung im Irak ist der britische Computerexperte Peter Moore auf freiem Fuß. Wie der britische Außenminister Miliband am Mittwoch in London bekanntgab, übergaben die Geiselnehmer Moore den irakischen Behörden. Der 36-Jährige befinde sich derzeit in der britischen Botschaft in Bagdad, es gehe ihm angesichts seiner langen Gefangenschaft bemerkenswert gut.
Moore habe "entsetzliche zweieinhalb Jahre des Elends, der Angst und der Ungewissheit erlebt", sagte Miliband. Premierminister Brown reagierte "erleichtert" auf die Nachricht. Er sei sicher, dass die "gesamte Nation" sich gemeinsam mit Moore und seiner Familie über dessen Rückkehr freuen werde.
Der aus dem ostenglischen Lincoln stammende Computerfachmann Moore und seine vier Leibwächter waren Ende Mai 2007 von schwer bewaffneten Aufständischen aus dem Finanzministerium in Bagdad verschleppt worden. Im Juni dieses Jahres wurden den britischen Behörden die Leichen von zwei der vier verschleppten Sicherheitsleute übergeben. Kurz darauf teilte Brown mit, dass die Entführer vermutlich auch die beiden anderen Leibwächter getötet hätten.
Moore hatte in der irakischen Hauptstadt für die US-Beratungsfirma BearingPoint gearbeitet. Seine Bodyguards waren bei der kanadischen Sicherheitsfirma GardaWorld angestellt.
Moores Freilassung ist offenbar das Ergebnis eines Gefangenenaustauschs. Ein irakischer Regierungssprecher erklärte am Abend, die US-Truppen hätten erste Gefangene an die Regierung in Bagdad übergeben. Weitere Gefangene, die "in keinerlei Verbrechen verwickelt" seien, würden folgen. Die irakische Regierung hatte zuvor mitgeteilt, die Freilassung sei Teil von Bagdads "Bemühungen zur nationalen Versöhnung". Zur Entführung des Briten hatte sich der "Bund der Tugendhaften" bekannt, eine Abspaltung vom früheren bewaffneten Arm der Bewegung des schiitischen Predigers Moktada al-Sadr.












