Blutige Anschläge rund um Ashura-Fest im Irak

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Blutige Anschläge auf Pilger haben auch heuer wieder das schiitische Ashura-Fest im Irak überschattet. Dabei wurden bis Sonntag mehr als 35 Menschen getötet. Bei den Tätern handelt es sich um sunnitische Extremisten. Das Ashura-Fest erinnert an den Tod des Mohammed-Enkels Imam Hussein im 7. Jahrhundert, mit dem die Spaltung zwischen Schiiten und Sunniten im Islam besiegelt wurde.
Allein am Donnerstag waren bei einer Serie von Bombenexplosionen mehr als 30 Menschen getötet und über 100 verletzt worden. Die Anschläge richteten sich gegen schiitische Pilger, die auf dem Weg nach Kerbala waren, der Heiligen Stadt der Schiiten. Aber auch ein hochrangiger Polizeioffizier, zwei seiner Beamten und ein örtlicher Funktionär der Dawa-Partei von Ministerpräsident Maliki wurden bei einem Anschlag getötet. Die Sicherheitskräfte entschärften darüber hinaus neun weitere Bomben, die entlang der nach Bagdad führenden Straße versteckt waren.
Auch am Freitag und Samstag wurden schiitische Gläubige in Bagdad angegriffen. Die Explosion einer Bombe kostete mindestens sechs Menschen das Leben. Am letzten Tag des Festes kamen am Sonntag bei einem Bombenanschlag in Tus Khormato, nördlich von Bagdad, mindestens vier Pilger ums Leben, 28 wurden verletzt.
In Kerbala kamen bis zu drei Millionen Menschen zusammen, darunter auch Pilger aus dem Iran, aus Bahrain und Kuwait. Die Prozessionen zum Ashura-Fest mit ihren traditionellen Geißelungen waren während der Herrschaft von Saddam Hussein verboten. Nach dessen Sturz im Jahr 2003 sind die Feierlichkeiten auch eine Demonstration des Selbstbewusstseins der schiitischen Mehrheitsbevölkerung im Irak.












