"Licht ins Dunkel" brachte mehr als 5,4 Millionen
Mehr als 5,4 Millionen Euro für Familien und Kinder in Not konnten am Donnerstag beim Spendenmarathon für "Licht ins Dunkel" im ORF-Fernsehen gesammelt werden.

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Damit sei das Niveau der Spenden des Heiligen Abends des Vorjahres gehalten worden, wie der ORF in der Nacht auf Freitag in einer Aussendung mitteilte. Von 09.00 Uhr früh bis 01.30 Uhr in der Nacht nahmen Bundesheersoldaten, unterstützt von zahlreichen Prominenten, die Spendenzusagen entgegen. 5.424.601,93 Euro war das Ergebnis, am 24. Dezember 2008 waren es 5.486.080,97 Euro gewesen.
Der Schirmherr der Aktion, Bundespräsident Heinz Fischer, betonte, dass das vergangene Jahr schwierig gewesen sei, man in Österreich aber "keine wirtschaftlichen Katastrophen zugelassen" habe. Für 2010 bestünden "sehr gute Chancen", dass es wieder Wachstum geben werde. Kardinal Christoph Schönborn sprach in der Sendung von "sorgenvollen Weihnachten nach einem Jahr der Finanzkrise, Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit." Es treffe "die am meisten, die ohnehin am Rand der Wirtschaftlichkeit stehen."
Die Vertreter von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ bemühten sich in der "Licht ins Dunkel"-Sendung, die gemeinsamen Anstrengungen aller Parteien zum Wohle des Landes hervorzustreichen. Wie am Heiligen Abend schon Tradition, fehlten auch Warnungen vor steigender Armutsgefährdung in Österreich nicht. Einig war man sich, dass die Causa Hypo restlos aufgeklärt werden müsse.
Bundeskanzler Werner Faymann (S) meinte, man werde "nächstes Jahr noch alle Kraft brauchen, um Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern". Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (V) glaubt, dass in Sachen Wirtschaftskrise "das Ärgste überwunden" ist, allerdings sei 2010 vor allem die klein- und mittelständische Wirtschaft gefordert. "Da bedarf es unserer weiteren Hilfe."
Vor Armutsgefährdung warnte FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache. Die Politik müsse gemeinsam Lösungen für Arbeitsplatzsicherung und gerechte Löhne finden. Ähnlich harmonisch BZÖ-Obmann Josef Bucher, der ebenso wenig wie Strache auf die Abspaltung des Kärntner BZÖ Richtung FPÖ einging: Man wolle doch "für Menschen Politik" machen, abseits politischer Meinungsunterschiede. Die Grünen waren in der TV-Runde nicht vertreten, da Bundessprecherin Eva Glawischnig ihre Stellvertreterin Maria Vassilakou schicken wollte, was der ORF aber abgelehnt hatte. Per Aussendung forderte Vassilakou einen "Pakt gegen die Armut".
Im Fall Zogaj blieben FPÖ und BZÖ bei ihrer Ablehnung eines humanitären Bleiberechts; Faymann meinte, dass nun erst einmal Behörden und Gerichte am Wort seien.
ORF-"Licht ins Dunkel"-Chefin Sissy Mayerhoffer würdigte das "beeindruckende Spendenergebnis" auch "in Zeiten enger werdender Budgets". ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigte sich erfreut, dass die Spenden steuerlich absetzbar geworden sind und kündigte an, die Behindertenservices des ORF, wie Untertitelungs- und Hörfilmangebote, weiter auszubauen.
Auch nach Abschluss der Sendung kann weiter gespendet werden: Unter der kostenlosen Telekom Austria Hotline 0800 24 12 09 sowie online im Internet unter http://lichtinsdunkel@ORF.at












