Streiks in Griechenland nach Sparprogramm

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Nach der Ankündigung eines harten Sparprogrammes durch die sozialistische Regierung sind in Griechenland am Mittwoch die Lehrer für 24 Stunden in den Streik getreten. Am Donnerstag wollen auch die Journalisten landesweit streiken. Daher werde es keine Nachrichten von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen geben, berichtete das Staatsradio. Zudem sollen die Fähren am Donnerstag bestreikt werden.
Viele Inseln ohne Flughafen werden damit von für einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten bleiben. Die Streikenden wenden sich hauptsächlich gegen die Sparpolitik der Regierung sowie gegen Pläne, finanziell gesunde Rentenkassen mit defizitären zu fusionieren.
Staatspräsident Papoulias und Ministerpräsident Papandreou hatten alle Griechen eindringlich aufgerufen, "die Reihen zu schließen". Mit 300 Milliarden Euro Schulden liefe das Land Gefahr, praktisch seine Souveränität zu verlieren. Der Premier kündigte an, Korruption, Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Papandreou will zudem Umwelttechnologien fördern, die Privatisierung von Staatsbetrieben voranbringen und die Rentenkassen sanieren. Für jeden fünften in Pension gehenden Beamten soll nur ein neuer angestellt werden.
Die EU-Kommission begrüßte die Versprechen der griechischen Regierung im Kampf gegen die Schuldenkrise als "Schritt in die richtige Richtung". Wie schwierig der Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft in Griechenland ist, zeigte sich am Dienstag. Der Staatsminister im Innenministerium, Dinos Rovlias, trat überraschend zurück. Der Grund dafür ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens, dass Rovlias Freunde und Bekannte mit Posten bei Militär und Polizei versorgt haben soll.












