Armutsrisiko in Ostdeutschland weiter hoch

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Auch 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer bleibt das Armutsrisiko in Ostdeutschland deutlich höher als im Westen. Allerdings nimmt der Anteil von Armut bedrohter Menschen in den westlichen Bundesländern zu. 2008 lag die Quote in den "alten" Bundesländern ohne Berlin bei 13,1 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Im Osten blieb der Anteil unverändert bei 19,5 Prozent.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sind lediglich ältere Menschen über 65 Jahre in Ostdeutschland weniger stark von Armut bedroht als im Westen. Außerdem sei der Anteil der armutsgefährdeten Frauen im Westen höher als bei den Männern. Im Osten seien keine "nennenswerten Unterschiede" festgestellt worden. Bundesweit seien besonders Erwerbslose sowie Alleinerziehende und deren Kinder betroffen.
Gemäß einer EU-Definition gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen. 2008 lag der Grenzwert für Single-Haushalte in Deutschland bei 787 Euro (2007: 764 Euro). Bei Haushalten mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren betrug die Schwelle in der Bundesrepublik 1.652 Euro (2007: 1.605 Euro). Diese Werte sind in den vergangenen vier Jahren stets gestiegen.













