Rumänien: Offenbar knapper Wahlsieg von Amtsinhaber Basescu
Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu ist offenbar wiedergewählt worden.

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Nach Auszählung von 99,13 Prozent der Stimmen lag der Amtsinhaber am Montagvormittag mit 50,37 Prozent hauchdünn vor seinem Herausforderer, dem Sozialdemokraten Mircea Geoana, der auf 49,62 Prozent kam. Sollte sich dieses Ergebnis bestätigen, ist es nicht nur das erste Mal in der demokratischen Geschichte des Landes seit 1990, dass ein Präsident bei freien Wahlen wiedergewählt wurde, sondern auch das knappste Ergebnis aller bisherigen Wahlen.
Eine höhere Wahlbeteiligung - 58 Prozent gegenüber nur 54 Prozent bei der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen - und vor allem eine Rekordbeteiligung der im Ausland lebenden Rumänen, die traditionell zu über 80 Prozent Basescu wählen, könnte den Wahlsieg des Amtsinhabers ausgemacht haben. Derzeit liegt der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten bei nur 0,75 Prozentpunkten bzw. 78.000 von insgesamt rund 10,5 Millionen abgegebenen Stimmen.
Obwohl die PSD parteiintern landesweit über 400 Zwischenfälle und Unregelmäßigkeiten während der Wahl registriert hat, beläuft sich die Bilanz des Innenministeriums laut Sprecher Christian Ciocan derzeit auf 194 Ereignisse, bei denen Ermittlungen eingeleitet wurden. PSD-Ehrenpräsident Ion Iliescu erklärte, dass die Partei das Wahlergebnis "als Tatsache akzeptieren wird", wenn es keinen Grund zu deren Anfechtung gibt.
"Die ursprünglichen Umfrageergebnisse reflektieren die wahre Gemütslage der Bevölkerung", sagte Iliescu, der selbst dreimal Staatspräsident Rumäniens gewesen war, mit Verweis auf eine knappe Führung Geoanas in den vorhergehenden Umfragen und den Exit-Polls nach Wahlschluss. Ein Einspruch gegen das Endergebnis der Wahl ist laut Cristian Pirvulescu, dem Leiter der NGO "Pro Democratia", allerdings äußerst unwahrscheinlich, da die Prozedur dies kaum zulasse.













