Israel macht Hamas Angebot für Gefangenenaustausch

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Im Bemühen um die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit soll nach Angaben aus Verhandlungskreisen ein deutscher Vermittler ein israelisches Verhandlungsangebot für einen Gefangenenaustausch übergeben. Der deutsche Vermittler wird der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas bei einem Besuch im Gazastreifen eine Namensliste von palästinensischen Häftlingen zukommen lassen.
Dabei geht um es jene, die im Austausch mit dem vor mehr als drei Jahren verschleppten Shalit freigelassen werden könnten, sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Palästinenser, der nicht namentlich genannt werden wollte, am Montag in Kairo. Zum Zeitpunkt der Übergabe machte er keine Angaben.
Israelischen Medienberichten zufolge ist die israelische Regierung bereit, für Shalits Freilassung 980 palästinensische Gefangene aus der Haft zu entlassen. 450 Häftlinge soll die Hamas demnach selbst auswählen, die übrigen 530 Palästinenser bestimme Israel.
Der palästinensische Vertreter sagte, derzeit herrsche Uneinigkeit über die Freilassung von 70 Häftlingen. Umstritten sei auch die Freilassung von Ahmed Saadat, der einen israelischen Minister getötet hatte, sowie des Hamas-Kämpfers Abdallah al-Barghouti, der wegen Anschlägen in 67 Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Ein weiterer Streitpunkt ist den Angaben zufolge Israels Forderung, dass einige der Häftlinge nach ihrer Freilassung ins Exil gehen müssten. Diese Forderung habe die Hamas nur für ein paar Gefangene akzeptiert, sagte der Palästinenser.
Shalit war am 25. Juni 2006 durch ein palästinensisches Kommando im Süden Israels entführt worden. Im Austausch gegen Lebenszeichen des Soldaten setzte die israelischen Regierung in der Vergangenheit immer wieder einzelne palästinensische Gefangene auf freien Fuß.












