Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 22:43 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Nach Gipfel: Steuertrickser werden schon nervös Ausschuss im US-Senat billigte Einwanderungsreform Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Nach Gipfel: Steuertrickser werden schon nervös Ausschuss im US-Senat billigte Einwanderungsreform
Zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 um 16:29 UhrKommentare

Europas Rechte applaudieren

Das "Ja" der Schweizer zum Minarett-Verbot löst Trauer und Wut in der islamischen Welt aus. Es ist aber auch Vorbild: BZÖ und FPÖ denken über ein Votum in Österreich nach.

Gerhard Dörfler sieht sich bestätigt

Foto © APAGerhard Dörfler sieht sich bestätigt

Dieser Schlag sitzt. Die letzte Umfrage vor der Abstimmung hatte noch eine Mehrheit gegen ein Minarett-Verbot ergeben. Sämtliche Parteien außer der erzkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) hatten sich gegen das Verbot ausgesprochen. Nun ist die Schweiz das erste Land der Welt, das die Errichtung von Minaretten untersagen will. Nach einer aggressiven Kampagne verbuchten die Gegner der Moscheetürme einen durchschlagenden Erfolg: 57,5 Prozent sagten Ja zum Bauverbot.

Sämtliche Deutschschweizer Kantone mit der Ausnahme von Basel haben dafür gestimmt. Die Volksinitiative hat eine deutliche Mehrheit der Kantone hinter sich und wird so unmittelbar Teil der Bundesverfassung. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte könnte das Vorhaben noch stoppen, wenn die Vorschrift gegen die Menschenrechtskonvention verstößt.

"Das Ergebnis ist der Tradition und der Geschichte der Schweiz unwürdig", sagt Farhad Afshar, Präsident der Koordination Islamischer Organisationen in der Schweiz. Das Ergebnis diskriminiere eine Minderheit, die gut integriert sei – besser als in Deutschland oder Frankreich.

Nun herrscht in der Schweiz die Angst, dass das Verbot zum Bumerang werden könnte. Ein Teil der Golfaraber könnte Gelder abziehen. Der Ruf als neutraler Ort dürfte leiden. In arabischen Medien warf das Minarettverbot hohe Wellen. Die Reaktionen reichten von Überraschung und Enttäuschung bis hin zu blanker Wut. Europas Rechte reagieren dagegen mit Lob. Auch die Niederländer sollen bald über ein Minarettverbot abstimmen können – geht es nach dem Willen des Populisten Geert Wilders.

Auch FPÖ und BZÖ begrüßten den Ausgang de Referendums. FPÖ-Chef Strache sagte, die Schweizer hätten "ein klares Zeichen gegen den radikalen Islamismus" gesetzt, das Vorbildwirkung für Österreich habe. Auch Generalsekretär Vilimsky bestätigte der Kleinen Zeitung: "Wir wollen so etwas auch für Österreich." Er rechne in so einem Fall mit einem klaren Votum für ein Verbot. Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler sieht das vor zwei Jahren in seinem Bundesland beschlossene Bauverbot für Minarette durch das Schweizer Ergebnis bestätigt.

Stefan Klatt, St. Gallen

Umfrage

Wir möchten wissen: Sollte auch in Österreich über religiöse Bauten abgestimmt werden?  

Fakten

In der Schweiz mit ihren gut acht Millionen Einwohnern leben rund 360.000 Muslime, die vor allem aus der Türkei und Ex-Jugoslawien stammen. Bisher gibt es in der Schweiz lediglich vier Minarette. Die Zahl der Moscheen, deren Bau auch weiterhin möglich ist, beträgt etwas mehr als 100.

Grafik

Grafik © APA

Grafik vergrößernWo gibt es wieviele Moscheen & Minarette?Grafik © APA

Hintergrund

Ein Minarett ist ein erhöhter Standplatz oder Turm für den Gebetsrufer (Muezzin) bei oder an einer Moschee. Von hier aus werden die Muslime fünfmal am Tag zum Gebet gerufen.

KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Noch nicht bewertet

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang