Deutsche Rektoren fordern "Bologna-Gipfel"

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Angesichts der Studentenproteste in Deutschland plädiert die Hochschulrektorenkonferenz für einen "Bologna-Gipfel" mit allen Beteiligten. "Bund, Länder, Hochschul- und Studentenvertreter müssen noch einmal eine Bestandsaufnahme der Probleme machen, damit wir zu den richtigen Lösungen kommen", sagte Konferenz-Präsidentin Wintermantel. "Gleichzeitig muss die Politik das Ressourcenproblem lösen."
Mit der Bologna-Erklärung haben sich inzwischen mehr als 40 Staaten verpflichtet, ihr Studienangebot auf international vergleichbare Bachelor- und Masterstudiengänge umzustellen. Gegen die Ausgestaltung dieser Studiengänge richten sich die Proteste der Studierenden. Sie kritisieren unter anderem, dass die Studiengänge inhaltlich überfrachtet und zu verschult seien. Zudem sei der Prüfungsdruck zu hoch.
Zur Kritik von Bildungsministerin Schavan, die den Hochschulen Fehler vorwirft, sagte Wintermantel, gegenseitige Schuldzuweisungen seien nicht zielführend. Sie gab Schavan dem Bericht zufolge zwar im Kern Recht, sagte aber: "Doch die Hochschulen handeln längst. Im Zuge der Erfahrungen mit den neuen Studiengängen wurden und werden kontinuierlich Verbesserungen dort vorgenommen, wo es notwendig ist." Das Hauptproblem der Reform sei in der mangelnden finanziellen Ausstattung der Hochschulen zu suchen. "Auch im internationalen Vergleich geben wir zu wenig Geld für den einzelnen Studierenden aus. Wir haben ein Ressourcenproblem."












