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Zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 um 14:05 UhrKommentare

Van Rompuy sagte laut Zeitung zweimal EU-Job ab

Foto © APA

Während der Verhandlungen über die Besetzung von EU-Spitzenposten hat der belgische Premier Van Rompuy laut einem Zeitungsbericht zweimal den Posten des EU-Ratspräsidenten abgelehnt. Nach Angaben der Brüsseler Tageszeitung "Le Soir" vom Montag verweigerte er zweimal in den Tagen vor dem EU-Gipfel vergangenen Donnerstag ein derartiges Angebot, weil er sich nicht ausreichend unterstützt fühlte.

Die Zeitung interpretierte rückwirkend auch Van Rompuys Aussagen im belgischen Parlament eine Woche vor dem EU-Gipfel in diesem Sinne. Damals hatte der belgische Ministerpräsident erklärt: "Ein Premierminister ist kein Kandidat für eine derartige Funktion ... Wenn sich dennoch ein Konsens im Europäischen Rat abzeichnet, kann sich die Person einer solch wichtigen Funktion nicht verweigern." Damit habe Van Rompuy signalisiert, dass er nicht für den Posten des EU-Ratspräsidenten zur Verfügung stehe, wenn die Entscheidung nicht einstimmig von den 27 EU-Staaten getroffen werde, schreibt "Le Soir".

Van Rompuy wurde vergangenen Donnerstag vom EU-Gipfel einstimmig als erster Präsident des Europäischen Rates bestellt. Als wahrscheinlichster Nachfolger des flämischen Christdemokraten in Belgien gilt Ex-Ministerpräsident Leterme.

Neben Van Rompuy wurde am Donnerstag von den EU-Staats- und Regierungschefs die britische Handelskommissarin Ashton zur ersten EU-"Außenministerin" ernannt. Zwischen dem Europäischen Rat und dem Europaparlament gibt es aber nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Streit darüber, ab wann die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik ihr Spitzenamt antreten darf. Während die EU-Kommission in Brüssel bekräftigte, dass sie ihre Arbeit mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages am 1. Dezember antritt, will das EU-Parlament Ashton zuerst "genau und vorbehaltlos" prüfen.

"Sie muss sich der Anhörung und Abstimmung stellen", hieß es. Da Ashton als "Außenministerin" gleichzeitig Vizepräsidentin der Kommission ist, muss sie dem Parlament schriftlich und mündlich ihre Kompetenzen nachweisen.

Quelle: APA

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