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Zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 um 12:51 UhrKommentare

Tote bei Geiseldrama im Süden der Philippinen

Foto © APA

Bei einem Geiseldrama im Süden der Philippinen sind am Montag mindestens 21 Menschen ermordet worden. Eine bewaffnete Gruppe mit Verbindungen zu einem einflussreichen Lokalpolitiker hatte 40 Menschen entführt, darunter politische Gegner und Journalisten. Hinter der Tat steht offenbar die Rivalität zwischen zwei Lokalpolitikern in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Provinz Maguindanao.

"Wir haben 21 Leichen gefunden", sagte Generalmajor Alfredo Cayton im Radio. Unter den Toten seien 13 Frauen und acht Männer. Einheiten der Armee nahmen die Verfolgung der Entführer auf und durchkämmten die Gegend, um die anderen Geiseln zu finden. "Wir denken dass mehrere Leichen begraben wurden", sagte Oberstleutnant Romeo Brawner vor Medien.

Die etwa hundert bewaffneten Angreifer sollen nach Armeeangaben Anhänger des amtierenden Gouverneurs Datu Andal Ampatuan sein. Dieser wollte demnach den Vizebürgermeister von Buluan, Ismael Mangundadatu, daran hindern, seine Kandidatur für die Gouverneurswahl im Mai 2010 einzureichen. Anführer der Geiselnahme soll laut Oberstleutnant Brawner einer der Söhne des Gouverneurs sein.

"Sie sind alle geköpft worden", erzählte Mangudadatu. Unter den Toten seien seine Frau Genalyn, zwei seiner Schwestern, drei Anwälte und mehrere Reporter. Die Leichen wurden nach Angaben eines Militärsprechers in einem abgelegenen Dorf in der Region Ampatuan im Süden der Provinz gefunden. Dort war die Gruppe, die in drei Kleinbussen unterwegs war, wenige Stunden zuvor entführt worden. "Wir sind entsetzt und vollkommen empört", sagte ein Berater von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo. "Wir werden der Gerechtigkeit genüge tun und die Täter bestrafen, wer auch immer sie sind."

Quelle: APA

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