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Zuletzt aktualisiert: 20.11.2009 um 14:41 Uhr

Grüne fordern Verbot von Burschenschafter-Treffen

Burschenschafter-Festkommers der zum Teil schlagenden und als rechtsextrem eingestuften Burschenschaften findet unter anderem in der Wiener Hofburg statt. Mehrere Gegendemonstrationen werden erwartet.

Foto © AP

Die Wiener Grünen haben am Freitag eine "Untersagung" des umstrittenen Burschenschafter-Festkommers an diesem Wochenende in der Wiener Hofburg gefordert. "Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung dürfen in Wien des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr haben", so Niki Kunrath von den Grünen am Freitag in einer Aussendung. Die ARGE Festkommers wies unterdessen die "undemokratischen Angriffe aus dem linken Lager" zurück.

Mehrere Platzverbote

Die zum Teil schlagenden und als rechtsextrem eingestuften Burschenschaften wollen mit dem Festkommers dreier Daten gedenken: "150 Jahre Deutsche Burschenschaft in Österreich", "90 Jahre Friedensdiktate von von St. Germain, Versaille, Trianon" sowie "200 Jahre Tiroler Freiheitskampf". Die Festrede wird FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache halten. Die Polizei rechnet mit Ausschreitungen bei den Gegendemonstrationen rund um die Veranstaltung und hat deshalb zahlreiche Platzverbote für die Innenstadt ausgesprochen. Bereits Freitagabend ist eine Demo im Bereich der Gumpendorfer Straße geplant. Am Samstagabend dürften sich auch die Audimax-Besetzer am Protestzug beteiligen.

Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe hält die Demo gegen die schlagenden Burschenschaften für "sehr unterstützenswert": "Wo Festkommers draufsteht, ist in diesem Fall altes rechtes Gedankengut drin. Und dafür darf in Österreich kein Platz mehr sein", erklärte der Vorsitzende Christian Meidlinger. "150 Jahre Burschenschaft Olympia ist kein Grund zu feiern", stellte auch die ÖH Uni Wien fest. Sie forderte die Regierung auf, sich gegen Organisationen wie Olympia, welche "Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie verkörpern", zu wenden.

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Bild vergrößernHält die Festrede: FPÖ-Chef Heinz-Christian StracheFoto © AP

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