Müntefering forderte auf SPD-Parteitag Neubeginn

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Der scheidende Chef der deutschen Sozialdemokraten, Müntefering, hat seine Partei aufgerufen, nicht zu verzagen und geschlossen mit neuer Führung einen Neuanfang zu suchen. Die Dimension der Niederlage bei der Bundestagswahl sei erschreckend, sagte Müntefering am Freitag zum Beginn des Parteitages in Dresden. Die SPD-Parteibasis machte unterdessen ihrem Unmut Luft.
In seiner einstündigen Rede richtete Müntefering den Blick nach vorne und betonte den Kampfeswillen seiner Partei. Eigene Fehler erwähnte der Parteichef nicht, dessen Rede zum Abschluss drei Minuten Applaus erhielt. "Wir sind kampffähig und kampfbereit, wir kommen wieder", sagte Müntefering. "Linke Volkspartei müssen wir bleiben, sonst sinken wir dauerhaft ab."
Unter anhaltendem Applaus der Delegierten dankte er ausdrücklich dem gescheiterten Kanzlerkandidaten Steinmeier für seinen Einsatz. Dieser habe "keine windigen Steuersenkungen versprochen" und Arbeit in den Mittelpunkt seines Deutschlandplans gestellt, er müsse "kein Wort zurücknehmen."
An die Rede schloss sich eine Aussprache an, die zeitlich nicht begrenzt wurde, um den Delegierten ein Ventil für Unmut zu ermöglichen. Am Nachmittag sollte der frühere Umweltminister Gabriel zum neuen Parteichef gewählt werden. Neue Generalsekretärin soll die Parteilinke Nahles werden.
Die Basis ließ ihrem Unmut freien Lauf. Der Tenor war fast immer der gleiche: "Die SPD ist für die Wähler unglaubwürdig geworden." Fehler wurden beklagt. Die frühere DGB-Vizechefin Engelen-Kefer warf ihrer Partei vor, sie habe sich zu weit von den Arbeitnehmern entfernt.












